Doris-Janssen-Reschke-Preis 2026 für diakonische Projekte

Nachricht Osnabrück, 06. Juli 2026

Drei Initiativen in Stadt und Landkreis Osnabrück ausgezeichnet

Preisverleihung am 17. September 2026 in Hilter

Bei einem Diakoniefest am 17. September 2026 um 17 Uhr in der Johannes-der-Täufer-Kirche und auf dem Kirchplatz in Hilter findet die Preisverleihung statt. Superintendent Dr. Joachim Jeska gestaltet die Andacht, die Jury-Mitglieder halten die Laudatio.

Zum vierten Mal hat die DiakonieStiftung Osnabrück Stadt und Land den Doris-Janssen-Reschke-Preis vergeben. Die Jury, bestehend aus Rita Steinbreder, Hildegard Schwertmann-Nicolai und Dr. Felix Osterheider, zeichnete drei diakonische Projekte aus, die hauptsächlich von Ehrenamtlichen getragen werden. Den 1. Preis, dotiert mit 2.000 €, erhält der Ambulante Hospizverein Bramsche e.V. für seine „Trostbänke gegen Einsamkeit“. Der zweite Preis in Höhe von 1.000 € geht an das Projekt „Sprachpat*innen“ in Melle und den dritten Preis mit 500 € bekommt die ökumenische Initiative „Trude lädt ein“ am Gertrudenberg in Osnabrück.

Trostbänke in Bramsche

An fünf Standorten in Bramsche stehen die Bänke des Hospizvereins. Sie sind nicht nur Ruhepunkte, sondern signalisieren: Hier ist Raum für Trauer, Gespräch und menschliche Nähe. Einmal im Monat sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen vor Ort präsent, um als Ansprechpartner*innen Unterstützung in schweren Zeiten zu schenken. (Ansprechpartnerin: Griet Beimdieck, Vorsitzende des Hospizvereins, Tel. 05461-72469)

Im Tandem Deutsch lernen in Melle

Geflüchtete Menschen werden in Kontakt gebracht mit Menschen, die ihre deutschen Sprachkenntnisse im direkten Gespräch weitergeben wollen und mit ihrem aktiven Interesse dafür sorgen, dass die deutsche Sprache gelernt und gefördert wird. Die Tandems treffen sich einmal die Woche und unterhalten sich. Sie gehen spazieren, in die Bibliothek, zum Sportfest oder gemeinsam Einkaufen.

Mittlerweile gibt es 20 Sprachpat*innen. (Ansprechpartnerin Barbara Nixdorf, Koordinatorin des Projekts bei der Diakonie, Tel. 0176-15200533)

Trude lädt ein in Osnabrück

„Trude lädt ein“ fördert den Kontakt zwischen Ameos-Patient*innen,  Besucher*innen und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen aus Osnabrück und den umliegenden Gemeinden. Das Projekt möchte Menschen mit und

ohne Psychiatrieerfahrung zum Leben ermutigen, inspirieren und einen interessierten, offenen Dialog ermöglichen. Dazu organisiert  „Trude“ u.a. Bilderausstellungen, Konzerte und ökumenische Gottesdienste. (Ansprechpartnerin: Anja Breer, Trude-Projektleitung,Tel. 0541-318259)

Landessuperintendentin Doris Janssen-Reschke (1944-2008)

Der Doris-Janssen-Reschke-Preis erinnert an die erste Landessuperintendentin (heutiger Titel: Regionalbischöfin) der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, die von 1998 bis 2007 im Sprengel Osnabrück tätig war. Sie stellte diakonisches Handeln in den Vordergrund. Solidarität mit den Schwachen der Gesellschaft lag ihr am Herzen. Die Preisgelder werden den Erträgen des Doris-Janssen-Reschke-Fonds entnommen. Spenden an die DiakonieStiftung werden ausschließlich für Menschen in aktuellen Notlagen verwendet.